Am 7.10. zeigt das Kinoptikum

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GERMAINE ACOGNY - DIE ESSENZ DES TANZES  OmU
Für Katrin – D/F 2025, 89 Min.
Regie: Greta-Marie Becker
Leben und Wirken der international gefeierten Tanzikone
Trailer zu GERMAINE ACOGNY - DIE ESSENZ DES TANZES
Weiterlesen... Die französisch-senegalesische Tänzerin und Choreografin Germaine Acogny, geboren im Jahr 1944 in Benin, gilt als „Mutter des afrikanischen zeitgenössischen Tanzes“. Bei einem Auftritt in einer TV-Talkrunde wird sie wiederum als „Päpstin des Tanzes“ bezeichnet. Ableiten lässt sich aus diesen Zuschreibungen auf jeden Fall der große Respekt, den Acogny seit vielen Jahren erfährt. Die Filmemacherin Greta-Marie Becker porträtiert die Künstlerin in ihrem Werk „Germaine Acogny – Die Essenz des Tanzes“ und zeigt dabei die unermüdliche Energie, mit der Acogny tanzt, performt und unterrichtet.
Becker verbindet aktuelle Interviews und Aufnahmen mit Archivmaterial. Wir sehen Acogny in jüngeren Jahren, wie sie andere Tänzer:innen mit ihrer entschlossenen Art als Lehrerin motiviert und antreibt. Wir werfen kurze Blicke in einstige Proben und Aufführungen. Außerdem erhalten wir einen Eindruck davon, wie sie immer wieder zu kämpfen bereit ist. „Beim Tanzen sollte man nicht deinen Körper sehen, sondern deine Seele“, sagt Acogny an einer Stelle. Dennoch scheint es in der öffentlichen Wahrnehmung in Teilen der Welt einen Unterschied zu geben zwischen dem Tanz und dem „Tanz der Schwarzen“, der in solchen Fällen als „das Andere“ kategorisiert wird.
Acogny widerspricht dieser Abgrenzung und weist auf die historischen Hintergründe dieser Denkweise hin. Bei ihren Performances kommt zur Bewegungskunst zuweilen das gesprochene Wort in Form von klaren politischen Statements hinzu. Als etwa der französische Präsident Nicolas Sarkozy bei seiner ersten Afrikareise im Jahr 2007 in seiner Rede an der Universität von Dakar in klischeehafter Manier vom „Drama Afrikas“ sprach, reagierte Acogny in ihrer Bühnenshow mit deutlichen Worten darauf.
In einem alten Fernseh-Interview nennt sie den modernen Tanz nach Martha Graham und die afrikanische Tradition als ihre Inspirationsquellen. Der Film zeichnet nach, wie sich Acogny als Künstlerin und Tanzlehrerin etablierte. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Helmut Vogt gründete sie die École des Sables, das Internationale Zentrum für traditionelle und zeitgenössische afrikanische Tänze in Toubab Dialaw, Senegal. Ganz nebenbei schildert Becker in ihrem Film eine zauberhafte Liebesgeschichte. „Ich habe ihn angemacht!“, sagt Acogny lachend; Frauen müssten eben die Initiative ergreifen.
Schön ist zudem Acognys spürbares Interesse an der jungen Generation. Sie ist eine Ikone – doch sie ruht sich nicht auf diesem Status aus, sondern interagiert voller Elan mit dem Nachwuchs. Sie will wissen, was die aufstrebenden Talente so bewegt. Die Kamera von Sophie Maintigneux fängt die Stimmung bei Tanzkursen und Workshops ein. Alesandra Seutin und Wesley Ruzibiza, die als Alumni die künstlerische Leitung der Schule übernommen haben, kommen ebenso zu Wort wie Schüler:innen. Acogny dient ihnen tänzerisch als Vorbild – aber auch durch ihre mutige Art, sich Raum zu schaffen und Schwierigkeiten hinter sich zu lassen. (kino-zeit.de)
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