Am 31.10. zeigt das Kinoptikum

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NOGA  OmU
MonatsDoku – Ö/D/ISR 2026, 95 Min.
Regie: Benji Bergmann, Jono Bergmann
Das eindringliche und umfassende Portrait des israelischen Popstars
Trailer zu NOGA
Weiterlesen... Nein, es ist natürlich nicht schlimm, wenn man den Namen Noga Erez noch nie gehört hat. Spätestens nachdem man aber zum ersten Mal mit ihrer Musik in Berührung gekommen ist, und dann noch den Porträtfilm über sie und ihren musikalischen wie privaten Partner Ori Rousso gesehen hat, wird man diese Frau und ihre Musik eh nicht mehr aus dem Kopf bekommen.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren begleiten die beiden Brüder Jono und Benji Bergmann (Wirecard — Die Milliardenlüge; Mau) Noga Erez und ihren musikalischen wie privaten Partner Ouri Rousso auf ihrem Weg an die internationale Spitze, der allerdings keineswegs so einfach passierte, wie dies zuerst den Anschein hat.
Die 1989 geborene Noga Erez hat bereits eine wechselvolle Karriere hinter sich. Als Kind bereits früh mit dem Klavier und anderen Instrumenten in Berührung gekommen, probierte sie viele verschiedene Musikstile aus, war Musikerin in einer Militärkapelle, dann Sängerin einer Indie-Band. Sie probierte sich im Jazz aus, bevor sie sich rund um das Jahr 2011 der elektronischen Musik zuwandte. 2016 erschien ihre Debüt-Single Dance While You Shoot, 2017 dann die Single Toy, die internationale Beachtung fand, kurz darauf folgte ihr Debütalbum Off the Radar und schließlich mit KIDS (2021) und The Vandalist (2024) zwei weitere Longplayer, die Kooperationen mit Größen wie Missy Elliott, Robbie Williams, Weezer, Kylie Minogue und anderen Stars der Popmusik enthielten.
All das ist Insiderwissen für Fans und spielt in Jono und Benji Bergmanns Porträt keine Rolle, Archivmaterial aus der Kindheit und Jugend hat hier ebenso wenig Platz wie endlose Talking-Heads-Passagen voller Lob und wohltemperierter Statements. Vielmehr springt der Film unmittelbar hinein in einen Soundcheck und eine hochenergetische Konzertperformance von Fire Kites, die Noga damit einleitet, dass man ihr nahegelegt habe, diesen Song nicht zu spielen. Klar, dass sie genau das tut. Und damit ist der Grundton dieses Films bereits gesetzt.
Unterteilt ist der Film in insgesamt neun Kapitel, die nach prägenden Songs von Noga Erez benannt sind. Und dieser jeweilige Song gibt mit seinem textlichen Fokus und dem Kontext, in dem er entstand, die Facetten vor, die in dieser Sequenz schlaglichtartig behandelt werden: Sie changieren von Privatem inklusive einer zeitweiligen Trennung der Paares und einer finalen Schwangerschaft, mit der der Film endet, über kreative Prozesse und die Probenarbeit sowie fulminanten Bühnenauftritten bis hin zu politischen Aspekten und Ambiguitäten. Was auf den ersten Blick wie ein komplizierter dramaturgischer Überbau anmutet, funktioniert in der Realität aber sehr gut und fügt sich weitgehend in die eh recht flexible gehandhabte Chronologie des Films ein, die auch Menschen, die nicht mit dem Werk von Noga Erez vertraut sind, eine gute Orientierung bietet.
Statt der glatten Nacherzählung eines künstlerischen Wegs als Erfolgsstory, die immer nur steil nach oben zeigt, lässt der film Raum für Brüche, Selbstzweifel und Widersprüchlichkeiten, denen sich auch die beiden Protagonisten bewusst sind und die sie bewusst zulassen. Besonders deutlich wird das durch die zeit nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023. Noga verstand sich schon immer als oppositionelle Stimme zur Politik Benjamin Nethanyahus und handelte sich durch ein in einem Interview geäußertes Verständnis für die BDS-Bewegung viel Kritik ein. In Folge des Krieges in Gaza ist sie es nun selbst, die sich allein aufgrund ihrer israelischen Herkunft mit drohende Konzertabsagen konfrontiert sieht und angefeindet wird – Todeswünsche und Beschimpfungen per Mail und via Social Media inklusive. Eine Lose-Lose-Situation nicht nur für sie selbst, sondern für viele kritische Künstler*innen in Israel, deren Meinungskorridor sich aufgrund der Verhärtungen und Polarisierungen immer weiter verengt. Einen Ausweg aus dem Dilemma weiß auch sie nicht, Aufgeben kommt jedoch nicht in Frage. Aber das ist ein weiteres, noch ungeschriebenes Kapitel in dieser Geschichte voller Energie und widerständigen Widersprüchlichkeiten. (kino-zeit.de)
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KONDOM DES GRAUENS
Für Floh – Director‘s Cut – D 1996, 118 Min.
Regie: Martin Walz
mit Udo Samel, Peter Lohmeyer, Iris Berben, Meret Becker, Otto Sander, Hella von Sinnen
Durchaus trashige Verfilmung des Kultcomics von Ralf König
Trailer zu KONDOM DES GRAUENS
Weiterlesen... In New Yorks Bordellen treibt ein Killerkondom sein Unwesen, welches, einmal übergezogen, seinem Opfer den Penis abbeißt. Da zunächst niemand den Opfern glauben will, werden die Prostituierten verantwortlich gemacht. Inspektor Luigi Mackeroni und sein spießiger Partner Sam Hanks ermitteln. Die Spur führt in ein Bordell, in dem Mackeroni eine One-Night-Stand-Affäre wiedertrifft, den transsexuellen Karaokesänger Bob, nun Babette, welcher ihm beichtet, dass er ihn immer noch liebt. Mackeroni hingegen weist ihn zurück, stattdessen geht er mit dem jungen Stricher Billy auf ein Zimmer, um dort mit ihm anzubandeln. Jedoch entdeckt er hier das Killerkondom, welches ihm seinen rechten Hoden abbeißt und entkommen kann.
Der DIRECTOR´S CUT macht den Film endlich rund: ein wirklich guter Film mit tollen Schauspielern und großartigen Effekten - kreiert von Jörg Buttgereit nach Motiven von H.R. Giger!!!
Ein queerer Filme ohne die üblichen Klischees: Homosexualität ist normal und wird nie abwertend dargestellt. Der Film war seiner Zeit weit voraus und ist alles andere als eine klassische deutsche Komödie. Darum damals als vermeintlicher Nachfolger des „bewegten Mannes“ auch ein Riesen-Flop an den Kinokassen.
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