Das Kinoptikum zeigt am 7.12.

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Sa. 15:30
LOTTA ZIEHT UM
KinderKino – S 1993, 83 Min., Regie: Johanna Hald
mit Grete Hannesköld
Heimelige Abenteuer mit der kleinen Rotzgöre
Weiterlesen... Lotta, inzwischen fünf Jahre alt, streitet sich mit der Mutter wegen des kratzenden Pullovers. Sie zieht zu Nachbarin Frau Berg, die ihr den Dachboden des Schuppens überlässt und sie mittels Flaschenzug mit Essen versorgt. Als Lotta in der Nacht unheimliche Tiergeräusche hört, kehrt sie heim. Als der erste Schnee fällt, versucht sie sich Skifahren beizubringen. Sie verwechselt Müll- und die Brottüte und verliert beinahe ihren „Teddy“, ein Stoffschwein. Und an Ostern rettet sie das Fest mit übriggebliebenen Nikoläusen. Am Ende sagt sie zufrieden zu sich selbst: „Ist doch wirklich toll mit mir!“ (empf. ab 6 Jahren) Ausblenden

Sa. 18:30
CARMINE STREET GUITARS  OmU
Kino zum Zuhören – USA 2018, 81 Min., Regie: Ron Mann
mit Rick Kelly, Kirk Douglas, Jim Jarmusch, Lenny Kaye and more
Love me Fender: Geschichten und Begegnungen in einem Gitarrenladen im Greenwich Village
Trailer zu CARMINE STREET GUITARS
Weiterlesen... Fast alle Gitarren, die Rick Kelly herstellt folgen den klassischen, weichen Formen der Fender Telecaster, einer legendären Gitarre aus den 50er Jahren. Doch was Kellys Gitarren so besonders macht ist ihre Individualität. Jede Gitarre ist aus besonderem, einzigartigen Holz gebaut, das Kelly oft in verfallenen Häusern oder gar Abfallcontainern seiner Heimatstadt New York auftut.
Man könnte also sagen, dass die Gitarren von Rick Kelly ein Stück von New York in sich tragen und damit von all den Geschichten, Legenden und Menschen, die die amerikanische Ostküsten Metropole prägten. So eine Geschichte ist längst auch das Geschäft, das Kelly seit den 70er Jahren in der Carmine Street im Bohemian Viertel Greenwich Village betreibt.
Voll gestopft mit Gitarren und Zubehör ist Carmine Street Guitars ein Mekka für Musiker, von Amateuren bis Legenden, die oft ein Jahr auf eine Maßanfertigung warten. Im Laufe der gerade einmal 80 Minuten kurzen Dokumentation von Ron Mann geben sich bekannte Musiker die Klinke in die Hand. Sicher nicht zufällig sind sie alle in der einen Woche zu Besuch, die der Film vorgeblich beschreibt, auch wenn die Dreharbeiten fraglos länger gedauert haben. Ein wenig bemüht wirkt dieses Konstrukt in Momenten, doch spätestens wenn die Musiker eine von Kellys Gitarren in der Hand halten und die ersten Akkorde erklingen, ist jede Verkrampftheit vergessen.
 
Jamie Hince von den Kills schaut etwa vorbei und erzählt von seiner linken Hand, die nach einem Autounfall kaum noch funktionsfähig ist; Stewart Hurwood, Freund und Gitarren-Techniker von Lou Reed spielt Passagen aus dem Velvet Underground-Klassiker Venus in Furs und erinnert sich an die alle auf den gleichen Ton gestimmten Saiten, die Reed bevorzugte; oder Lenny Kaye, der in Patti Smiths Band spielt oder Charlie Sexton aus Bob Dylans Band oder oder oder…Aus filmischer Sicht bekanntester Besucher ist Jim Jarmusch, der mit Kelly über bevorzugte Holzarten fachsimpelt und seine akustische Gitarre von der Reparatur abholt. 
 Neben Kelly arbeiten seine Mutter Dorothy im Geschäft, die auch mit ihren 93 Jahren noch die Büroarbeit erledigt, dazu die junge, wasserstoffblonde Cindy Hulej, die seit Jahren das Handwerk von Kelly lernt, vor allem aber Gitarrenkörper und -hälse mit aufwändigen Gravuren versieht, deren Photos auf Instagram für Aufsehen sorgen.
Doch die Idylle könnte in den nächsten Jahren verschwinden, denn wie so viele ähnliche kleine Geschäfte in New York und den meisten anderen Städten der Welt, sieht sich auch Carmine Street Guitars von der Gentrifizierung bedroht. Auch das New Yorker Greenwich Village verwandelt sich rapide, Häuser werden aufgekauft, ursprüngliche Geschäfte von Ketten verdrängt. Doch noch hält Rick Kelly die Stellung und baut unermüdlich weiter Gitarren, die seine prominente Kundschaft zu musikalischen Hochleistungen treiben. Sollte sein Geschäft einst verschwunden sein, werden die Gitarren bleiben - und nun auch Ron Manns entspannte, zurückgenommen Dokumentation. (programmkino.de)
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Sa. 21:00
CLEO
D 2019, 110 Min., Regie: Erik Schmitt
mit Marlen Lohse, Jeremy Mockridge, Fabian Busch, Heiko Pinkowski
Die fabelhafte Welt der Cleo auf Schatzsuche im magischen Berlin. Geheimtipp!
Trailer zu CLEO
Weiterlesen... Cleos (Marleen Lohse) Leben begann mit dem Mauerfall: Am 9. November 1989 versuchte ihr Vater Bernd (Fabian Busch) seine hochschwangere Frau zum Krankenhaus zu fahren, doch im Trubel der Weltgeschichte blieb das Auto stecken und Bernd musste eine Entscheidung treffen. Die Mutter starb, Cleo lebte und versteckte ihr Herz fortan hinter einer eigenen Mauer.
Gefühle zu echten Menschen ließ sie nicht zu, erst recht nicht, nachdem auch ihr Vater gestorben war. So pflegte sie vor allem Kontakte zu imaginären Freunden aus der Berliner Vergangenheit, von Albert Einstein über Max Planck bis zu Marlene Dietrich. Besonders faszinieren sie aber die Gebrüder Sass, berühmte Einbrecher aus den 20er Jahren, und ihr legendärer Schatz. Denn zu diesem Schatz soll auch eine Uhr gehören, mit der man die Zeit zurückdrehen kann.
Als Stadtführerin kennt sich Cleo ziemlich gut aus, doch erst mit der Hilfe des umtriebigen Paul (Jeremy Mockridge) beginnt ihre Schatzsuche Form anzunehmen. Denn Paul ist im Besitz einer Schatzkarte, die scheinbar endlich den Weg zum Schatz der Gebrüder Sass offenbart, und damit zur Möglichkeit für Cleo, ihr Schicksal zu ändern.
Zahlreiche Kurzfilme wie „Nashorn im Galopp“, „Telekommando“ oder „Berlin Metanoia“ hat der aus Mainz stammende Erik Schmitt in den letzten Jahren gedreht und damit hunderte Preise auf Festivals in aller Welt gewonnen. Kein Wunder, sprühen die kurzen Stücke doch vor visuellem Einfallsreichtum, arbeiten mit Stop-Motion-Tricks, Perspektivverschiebungen und vielen anderen, vor allem handgemachten Stilmitteln. Dazu noch strahlende Menschen – auch in den Kurzfilmen schon oft Marleen Lohse – und Musik, die irgendwo zwischen Lebensfreude und Melancholie angesiedelt war. Mehr als deutlich war, dass Schmitt Filme wie „Die fabelhafte Welt der Amélie“, „The Science of Sleep“ oder „Be Kind Rewind“ gut studiert hatte.
Beim Sprung vom Kurz- zum Langfilm bestand nun die Gefahr, sich allzu sehr auf die visuellen Spielereien zu verlassen und dabei die Geschichte zu vernachlässigen. Doch zum Glück hat Schmitt zusammen mit Stefanie Ren ein Drehbuch geschrieben, das nicht nur auf visuelle Einfälle baut, sondern auf originelle Weise die Magie von Berlin beschwört. Tief in die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner taucht Cleo auf ihrer Schatzsuche ein, bewegt sich zwischen markanten Orten wie der Oberbaumbrücke und dem Teufelsberg, vor allem aber in der Phantasie von Cleo und Paul.
 
Berühmte Berliner treffen die beiden, die in ein wenig an alte Fernsehbilder erinnerndem schwarz-weiß getaucht sind und den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart schlagen. Denn erst wenn Cleo ihre nostalgische Weltsicht ablegt und akzeptiert, dass sie die Vergangenheit nicht ändern kann, ist es ihr möglich, in der Gegenwart zu leben. Mit welchem Witz, Einfallsreichtum und Emotionen diese Geschichte inszeniert, zählt zu den originellsten, ungewöhnlichsten deutschen Filmen der jüngeren Vergangenheit. (programmkino.de)
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